Pumpenstation, DER Klangraum


Zeichnung von Karin Köster
entstanden während der CD "PumpStation" von fRANK bERZIK


Der besondere Atem des Raumes mit der Nachhallzeit von min. 10 Sek. erklärt sich durch seinen Aufbau und dem Raumvolumen von ca. 1000m3. Der Raum besteht rund herum aus einem wasserdichten Beton, der durch seine grosse Dichte den Schall nicht absorbieren kann. Zusätzlich ist der Boden und der untere Wandteil mit gehärteten, roten Klinkersteinen gefliesst (ein Teil dieser Arbeiten ist auf der CD im Hintergrund zu hören). Der Boden ist auf der länglichen Seite mit einer Senke versehen in der das Wasser später durch 7 Metall-Rohre, die einen Durchmesser von 1m umfassen, abgepumpt und weiter geleitet werden kann.
Die Resonanz dieser Rohre, wenn der Schall dort eindringt, ist es auch, der dieses einzigartige, metallische Hintergrundwabbern erzeugt. Ein Effekt, der diese besondere Weite so ausserordentlich schön macht! Die Summe all dieser Klangparameter überschlug sich in einem Stück mit dem Alto-Saxophon, in dem ich druckvoll Kreisförmig durch den Raum schritt. Der Schalldruck meiner instrumentalen Stimme vervielfachte sich hierbei durch permanente Überlagerungen so sehr, dass sogar mein Mikrofon vollkommen übersteuern musste. Aussergewöhnlich, da diese Mikro-Kapseln selbst bei Aufnahmen mit den Hardcore-Formation JARUZELSKI und MOTHERS OF TRASH vorher noch nie an ihre Grenzen gestossen sind.


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